Die Bestimmungen zur Herstellung für Chianti Classico

Chianti Classico. Chianti Classico Riserva. Chianti Classico Gran Selezione. Für diese drei Kategorien der Weinregion Chianti Classico gelten bestimmte Regeln. Nicht jeder Rotwein, der im Weingebiet Chianti Classico erzeugt wurde, darf auch so genannt werden. Allein die Herkunft aus einem bestimmten Gebiet reicht nicht aus. Sangiovese ist unumstritten von großer Bedeutung. Eine Menge weiterer Kriterien sollen helfen, die Ursprünglichkeit und das Terroir dieser Weine zu garantieren.

Es gibt eine Reihe von Produktionsvorschriften, die bei der Erzeugung von Chianti Classico alle beachtet werden müssen. 1996 wurde die DOCG Chianti Classico als eigenständige Ursprungsbezeichnung anerkannt, womit ein für allemal seine Andersartigkeit und Unabhängigkeit von den anderen Chianti-Weinen festgelegt wurde. Dieses Produktionsdisziplinar wurde 2002 und 2013 überarbeitet. 

Die Rebsorten für Chianti Classico  

  • mindestens 80 % Sangiovese, bis 100 % Sangiovese möglich
  • max. 20 % andere Rotwein-Rebosorten (autochton oder international) möglich

 

Beispiele für solche autochthone, also ursprüngliche Rebsorten sind:

  • Canaiolo
  • Colorino
  • Malvasia nera
  • Pugnitello
  • Mammolo

Aber auch internationale Sorten können Verwendung finden. Beispiele dafür sind: 

  • Merlot
  • Cabernet Sauvignon
  • Cabernet Franc
  • Syrah

 

Der Alkoholgehalt für Chianti Classico 

  • mindestens 12,0 % für Chianti Classico DOCG
  • mindestens 12,5 % für Chianti Classico Riserva DOCG
  • mindestens 13,0 % für Chianti Classico Gran Selezione DOCG

Weitere Bestimmungen für die Produktion von Chianti Classico 

  • Die Weinberge gelangen nach 4 Jahren nach der Anpflanzung in Produktion

  • maximaler Hektarertrag nicht über 7.500 kg Trauben (etwa 52,5 hl Wein)

  • ein Rebstock darf max. drei Kilo Ertrag bringen

  • Vinifizierung, Lagerung, Abfüllung und Verfeinerung auf der Flasche müssen innerhalb des Produktionsgebietes stattfinden 

 

Sensorische Eigenschaften des Chianti Classico

  • Farbe: lebhaftes Rubinrot, mit der Reifung zum Granatrot tendierend
  • Geruch: weinig, Veilchenduft, ausgeprägt feiner Charakter im Alter
  • Geschmack: harmonisch, trocken, schmackhaft, leicht tanninhaltig, präsentiert sich mit der Alterung samtig weich

  • Mindest-Nettotrockenextrakt: 23 g/l

  • Mindestgesamtsäuregehalt: 4,5 g/l


 

Hier ein interessantes Video auf Youttube zum Thema 

 


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