Der Schwarze Hahn – Das Symbol für Chianti Classico

Der Schwarze Hahn – Das Symbol für Chianti Classico

Der Gallo Nero ist das Symbol für eine ganze Region und deren Wein. Aber wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass aus einem morgendlichen Hahnenkrähen und mittelalterlichen Streitigkeiten zwischen Florenz und Siena ein Symbol für eine ganze Region entstanden ist?

Heute sind die Grenzen der Weinregion Chianti Classico klar definiert: Sie entsprechen dem Gebiet des Chianti, also jener fantastischen Landschaft zwischen Florenz im Norden und Siena im Süden. Diese Grenzen gehen bereits auf das Mittelalter zurück, als Truppen mit ihrem Banner, auf dem der schwarze Hahn zu finden war – die sogenannte Lega del Chianti – in dieser Gegend kämpften. Denn im Mittelalter war die Festlegung der Chianti-Grenzen ein immer wieder aufkeimendes Problem. Das dokumentieren sogar alte Überlieferungen und Legenden. Eine besonders schöne Legende berichtet von den Grenzstreitigkeiten zwischen Florenz und Siena im 13. Jahrhundert… 

Ein ungewöhnlicher Reiter-Wettkampf

Um den endlosen Streitigkeiten um die Vorherrschaft im Chianti ein Ende zu setzen, beschlossen die beiden Städte Florenz und Siena, ihre Grenzen durch einen Wettkampf zweier Reiter festzulegen: Beim ersten Hahnenschrei im Morgengrauen sollten die Reiter jeweils in ihrer Stadt aufbrechen. Dort, wo sie aufeinandertreffen würden, sollte von nun an die Grenze der beiden Republiken verlaufen. Siena wählte als „Wecker“ einen weißen Hahn, der aufgrund übermäßiger Fütterung gut an Gewicht zulegte. Die Florentiner entschieden sich hingegen für einen kleinen schwarzen Hahn, den sie so knapp fütterten, dass er jeden Morgen bereits vor Sonnenaufgang, offensichtlich hungrig, zu krähen begann. Es kam, wie es kommen musste: Der Florentiner Reiter brach – geweckt vom hungrigen schwarzen Hahn – sehr früh auf. Erst in der Nähe des Castello di Fonterutoli, ca. 12 km vor Siena, traf er auf den Reiter aus Siena. Denn der wohlgenährte, weiße Hahn hatte seinen Reiter erst spätmorgens geweckt.

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